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Warum & wann brauch man einen Startup CFO?

Warum & wann brauch man einen Startup CFO?

Das wichtigste gleich am Anfang: ein CFO ist kein Luxus, den man sich für Investoren oder Banken zulegt, um diese bei Laune zu halten. Vielmehr ist er jener Zahlenmensch, der für Transparenz und Planungssicherheit sorgt, die Wirtschaftlichkeit des Startup stets im Blick behält und somit für Vertrauen bei allen Stakeholdern sorgt. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Sparingpartner für den CEO.

Was ist eigentlich ein CFO?

Die Bezeichnung CFO leitet sich aus dem Anglosächsischen ‚Chief Financial Officer‘ ab und bezeichnet somit den kaufmännischen Leiter eines Unternehmens. Die Position eines CFOs ist nicht automatisch mit einer handelsrechtlichen Vertretungsbefugnis verbunden, d.h. der CEO behält nach wie vor die volle Entscheidungsgewalt über sein Unternehmen.

Neben den traditionellen Themen wie Liquiditätsplanug, Controlling, Buchhaltung und Finanzplanung übernimmt ein CFO oft auch weitere Aufgaben wie IT und prozesslastige Teile der Unternehmensorganisation.

Im Falle eines Startup CFOs kommen natürlich viele startup-spezifische Aufgaben dazu: Fundraising, Investor Relations, Dashboards für Business Intelligence und starke Affinität zu Social Media Marketing.

Was sind die Schwerpunkte eines Startup CFO?

Startups sind anders – so auch ein Startup CFO!

Der Hauptfokus beim Startup liegt auf der Liquiditätsplanung und deren Liquiditätsüberwachung, denn meist ist das Geld in jungen Unternehmen sehr knapp.

Viele Startups verfolgen skalierbare Geschäftsmodelle mit hoher Geschäftsdynamik, deswegen ist eine schnelle und flexible Datenanalyse & Business Intelligence von großer Bedeutung, um konstant den eingeschlagenen Kurs zu verstehen und zu überprüfen.

Da die meisten Startups eine gewisse Zeit benötigen, um profitabel zu werden, hängen sie vom externen Geld der Investoren ab. Diese stellen die Finanzmittel meist im Rahmen einer Kapitalerhöhung (Geld gegen Anteile) dem Startup zur Verfügung. Der CFO kümmert sich im Zusammenhang mit dem Fundraising um folgende Themen: Unternehmensbewertung, Due Dilligence und finanziellen Planungsteil des Pitch Decks. Nach dem erfolgreichen Investment ist Investor Relations sind wichtiges CFO Thema.

Zu guter Letzt sorgt ein CFO für mehr Ordnung, für Entlastung des CEOs und des operativen Teams und ist ein wichtiger strategischer Sparing-Partner des CEOs.

Was ist das Spezielle an einem Startup CFO?

Startups sind kleine, jedoch dynamische Organisationen, die meist wenig von Struktur halten. Die täglich gelebte agile Netzwerkorganisation, Trial & Error Kultur und hohe Flexibilität sind der Motor der Unternehmung.

Mit der Zeit jedoch etablieren sich Vorgehensweisen, die die eigene Dynamik nicht mehr tragen können. Beispiele:

  • Liquidität: Am Anfang konnte man noch mit einem Handzettel den Stand der Liquidität nachvollziehen, da es nur wenige Zahlungen gab. Nach dem der ‚Zug einmal fährt‘, muss man zwischen diversen Zahlungszielen der Lieferanten und Kunden, Zahlungsfristen der Behörden (Steuern, Sozialabgaben und sonstige Gebühren) und einem Kapitalbedarf von Investoren den Überblick behalten. Da alles immer anders kommt als geplant, ist eine kontinuierliche Anpassung der Liquiditätsplanung notwendig.
  • Organisation und Prozesse: Am Anfang hat sich jeder im Team eine Aufgabe geschnappt und diese erledigt. Mit der steigenden Zahl und Mannigfaltigkeit der Aufgaben blieb entweder einiges liegen, oder wurde doppelt bearbeitet. Klingt das bekannt?
  • Team: Am Anfang hat im Gründerteam noch jeder alles mitbekommen und gewusst. Das ändert sich jedoch sehr schnell, wenn das Team größer und die Aufgaben komplexer werden. Nichts frustriert mehr als unwissend außen vor gelassen zu werden.

Wie kann der Startup CFO diese Punkte lösen?

  • In dem er für seine Kernaufgaben, wie Liquiditätsplanung, Budgeting, Controlling und andere Finanzthemen die Verantwortung übernimmt. In jedem Startup muss der Finanzbereich schrittweise aufgebaut werden.
  • Bei prozess- und organisationsbezogenen Themen sollte der Startup CFO Strukturen einführen, die für Ordnung sorgen, jedoch nicht das Startup in seiner Kreativität und Agilität behindern.
  • Die Basis für jede Kommunikation im Team sind verlässliche und belastbare Informationen. Diese kommen zum großen Teil aus dem Finanzbereich und beinhalten Informationen über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit einzelner Projekte oder Produkte. Ein individuell an das Startup angepasste Business Intelligence Dashboard ist eines der effizientesten Tools, um den Informationsfluss im (dezentralen) Team zu gewährleisten.

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